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2.9.2010 | Inverkehrbringen

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Bild: BASF

In Deutschland (Zepkow, Mecklenburg-Vorpommern) hat die Ernte der gentechnisch veränderten Amflora-Kartoffel auf dem 14 Hektar grossen Feld begonnen. Der Hersteller der Amflora-Kartoffel, BASF Plant Science, hat inzwischen bei der EU für eine weitere Stärke-Kartoffel mit dem Namen Amadea die Zulassung beantragt. Wie Amflora bildet auch Amadea ausschliesslich Amylopektin-Stärke, wodurch die Trennung der in herkömmlichen Kartoffeln vorkommenden zwei Stärketypen entfällt, was für industrielle Zwecke beispielsweise in der Papierindustrie vorteilhaft sein soll. Bei der Amadea-Kartoffel sollen nun auch mögliche Anwendungen im Nahrungsmittelbereich ins Auge gefasst werden. Der Anbau der Amflora-Kartoffel war von der Aussaat bis zur Ernte von heftigen Protesten begleitet. Österreich und Luxemburg hatten den Anbau der Amflora verboten.

externer Link: BASF: Bundeswirtschaftsminister Brüderle leitet Amflora-Ernte ein
externer Link: Transgen.de
externer Link: Informationsdienst Gentechnik
externer Link: Wir servieren gentechnikfreie Kartoffelgerichte
externer Link: Anbauverbot Österreich
externer Link: Anbauverbot Luxemburg

18.8.2010 | Inverkehrbringen

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Bild: Pixelio.de

Nach einer Anhörung im August 2010 entschied ein US-Bundesgericht, die Zulassung für den Anbau von Gentech-Zuckerrüben mit Beginn der Anbausaison 2011 aufzuheben. Die zuständige US-Landwirtschaftsbehörde USDA hätte mögliche Umweltauswirkungen, insbesondere das Auskreuzungsrisiko, nicht ausreichend geprüft.

externer Link: New York Times
externer Link: Transgen.de

2.7.2010 | Inverkehrbringen

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Bild: Aquabounty Technologies

Die Firma Aquabounty Technologies hat schnell wachsende Gentech-Lachse entwickelt, die bereits nach 16 bis 18 Monaten und nicht wie bisher nach drei Jahren ihr Schlachtgewicht erreichen. Die Gentech-Lachse (Markenname: AquAdvantage) enthalten ein Gen für ein Wachstumshormon aus einer anderen Lachsart und ein Gen aus einer an kalte Meeresregionen angepassten Fischart. Der Antrag für die Marktzulassung als Lebensmittel wurde bereits vor über zehn Jahren an die US-amerikanische Lebensmittelbehörde FDA gestellt. Die FDA will nun im Herbst eine öffentliche Anhörung zu den AquAdvantage-Lachsen durchführen. Es wäre das erste gentechnisch veränderte Tier, das als Lebensmittel zum Konsum zugelassen würde. Eine Europäische Studie hatte Vorsicht bei der Zucht transgener Fische in Fischzuchtanlagen empfohlen (siehe Link Cordis).

externer Link: Transgen.de
externer Link: Cordis
externer Link: Aquabounty

18.6.2010 | Inverkehrbringen

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Bild: www.biosicherheit.de

Der luxemburgische Gesundheitsminister kündigte an, dass die Gentech-Kartoffel Amflora der Firma BASF in Luxemburg vorläufig nicht auf den Markt kommen soll. Luxemburg wendet die Schutzklausel an und beruft sich damit auf das Vorsorgeprinzip: Durch das eingebaute Antibiotikaresistenz-Marker-Gen könne nicht von der Sicherheit des Anbaus der Kartoffel ausgegangen werden. Nach Österreich ist Luxemburg das zweite EU-Land, das den Anbau der Industrie-Kartoffel verbietet. Mehr als 40 Verbände und Organisationen wollen per Widerspruchsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof die Zulassung der Gentech-Kartoffel Amflora aufheben.

externer Link: Informationsdienst Gentechnik
externer Link: Ministère de la Santé Luxembourg
externer Link: Anbauverbot Österreich
externer Link: Klage gegen Amflora