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25.1.2010 | Inverkehrbringen

Die weltweite Produktion von Bio-Baumwolle ist innert vier Jahren von 20’000 auf 141’000 Tonnen gestiegen. Rund die Hälfte der Bio-Baumwolle kommt heute aus Indien. Bei Recherchen der Financial Times Deutschland wurde bekannt, dass gentechnisch veränderte Baumwolle aus Indien als Bioprodukte vermarktet worden sind, denn unter der Bezeichnung Bio-Baumwolle können die Bauern in Indien erheblich höhere Preise erzielen als mit konventioneller Baumwolle. Lothar Kruse, Leiter eines unabhängigen Labors, der für kleinere Ökoanbieter Fasern und Garne untersucht, meint zum Vorfall: «Etwa 30 Prozent der Biobaumwollproben sind gentechnisch verändert.» Dies sei ein Skandal: «Wer Bio kauft, will sicher kein Gentech.»

externer Link: Financial Times Deutschland
externer Link: Transgen.de

In der Schweiz müssen gentechnische Bestandteile in Textilien nicht deklariert werden. Angaben über das Herstellungsverfahren («Bio»-Textilien) sind freiwillig.

externer Link: BAG: Etikettierung und Kennzeichnung von Textilien